2/7c Schriftmedium

* Durch Gebrauch des Schriftmediums wird Metakommunikation optional. Zwangsläufig läuft lediglich mit, dass Text geschrieben ist, um gelesen zu werden (schwache Form).
* Soziale Erwartung des unmittelbaren Übergangs zu aktiver Teilnahme, zu Gegenäußerungen oder zur Mitteilung des Verstandenhabens entfällt.
* Die Unterstellung des eigentlichen Sinns als Teilnahme an der Kommunikation (Metakommunikation) wird aufgegeben zugunsten der Erwartung auf Information.
* Mitteilungsmotive verlieren durch räumliche und zeitliche Ferne des Textes an Bedeutung.
* Durch Schrift verzichtet Gesellschaft auf zeitliche und interaktionelle Garantie der kommunikativen Operation.
* Es entsteht das Problem der Selbstautorisation des Geschriebenen in Vertretung des abwesenden Ursprungs.

Vgl. Luhmann, Gesellschaft der Gesellschaft, S. 257 f.

Vgl. 2/4c Worte

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