2/4c1a1 Ideenevolution durch Semantik

* Semantiken können sich, vor allem bei Stimulierung durch eigene Probleme und Inkonsistenzen rascher ändern und Entwicklungsmöglichkeiten der Gesellschaft antezipieren oder einleiten. * Semantiken können obsolete Traditionen bewahren und historisch und sachlich angemessene Beschreibungen verhindern. * Die Differenz stimuliert Beobachtung und Beschreibung gesellschaftlicher Zustände. Die Unstimmigkeit wird in der gesellschaftlichen Evolution reproduziert. Vgl. Luhmann, Gesellschaft […]

2/4c1a Potenzialisierung

* Textliche Fixierung von Sinn härtet das, was einmal formuliert ist auch dann, wenn es abgelehnt oder nicht benutzt wird. * Während in mündlicher Kommunikation nur überlebt, was rasch beeindruckt, kann Schrift eine Entscheidung über Annahme/Ablehnung herauszögern, sozial diversivizieren und auch das festhalten, was nicht überzeugt. * Potenzialisierung = Möglichkeit des Meinens * Die Möglichkeit […]

2/4c1 Semantik

* Durch Schrift wird Semantik induziert, die der Reduktion der Unsicherheit bei Schriftgebrauch dient. * Durch Schriftgebrauch wird das Diskriminieren von Erinnern und Vergessen zur Sache von Entscheidungen, gewinnt damit Ereignishaftigkeit und bezieht sich darin, durch Rückgriff auf materielle Grundlagen in der Neurophysiologie oder im Substrat von Schrift, auf Texte, die als Kommunikation verwendet werden. […]

2/4c Worte

* Die Differenzierung von Worten und Sätzen löst das Problem der Unterspezifikation von Sprache durch die Möglichkeit zur Anpassung an vorübergehende Lagen durch flexible Kombinationsmöglichkeiten. * Die Möglichkeit des Anschlusses von Kommunikation an Kommunikation ergibt sich aus der Möglichkeit der Bestätigung oder des Widerrufens von vorübergehenden Sinnkonstruktionen. Vgl. Luhmann, Gesellschaft der Gesellschaft, S. 214 Vgl. […]