2/7d Massenmedium

* Massenmedien haben die Form Medium/Form durch Bereitstellen eines riesigen, aber gleichwohl eingeschränkten Bereiches von Möglichkeiten (Medium), aus dem die Kommunikation Formen auswählen kann, wenn sie sich temporär auf bestimmte Inhalte festlegt. * Nachrichten, Berichte, Werbung und Unterhaltung leisten hierzu auf verschiedene Weise Beiträge. Vgl. Luhmann, die Realität der Massenmedien, S.84 Vgl. 2/2c System der […]

2/7c2 Verbreitungsmedium

* Durch die Verwendung von Schrift wurden Zeit und Kultur neu geordnet, indem Konsistenzzumutungen durch Einführung von Unterscheidungen verringert wurden, die als Semantik tradiert werden, wodurch mit einer Kommunikation mehr Personen erreicht werden können, als die bei Beschränkung auf Sprache und Anwesenheit möglich war. Vgl. Luhmann, Gesellschaft der Gesellschaft, S. 268f. Vgl. 2/4c1 Semantik

2/7c1 Schriftgebrauch

* Schriftgebrauch setzt den doppelten Einsatz der Unterscheidung von Medium und Form voraus. * Erste Stufe: Schriftzeichen (mediales Substrat) – Text (Form) Zweite Stufe: Text (mediales Substrat) – Sinn (Form) * Eine anschließende Formbildung von Sinn/Verstehen basiert nicht mehr auf der Unterscheidung von Medium/Form (als soziologische Begrifflichkeit). Vgl. Luhmann, Gesellschaft der Gesellschaft, S. 260 Vgl. […]

2/7c Schriftmedium

* Durch Gebrauch des Schriftmediums wird Metakommunikation optional. Zwangsläufig läuft lediglich mit, dass Text geschrieben ist, um gelesen zu werden (schwache Form). * Soziale Erwartung des unmittelbaren Übergangs zu aktiver Teilnahme, zu Gegenäußerungen oder zur Mitteilung des Verstandenhabens entfällt. * Die Unterstellung des eigentlichen Sinns als Teilnahme an der Kommunikation (Metakommunikation) wird aufgegeben zugunsten der […]

2/7b1 Eigenheiten mündlicher Kommunikation

* Es ist nicht möglich, mündliche Kommunikation in schriftliche zu überführen. Sinn von mündlicher Kommunikation kann kommuniziert werden, aber nicht die Kommunikation des Sinnes. * Unerläßliche Momente mündlicher Präsentation: Gleichzeitiges Involviertsein von Redner und Hörer Gleichzeitige Inanspruchnahme mehrerer Wahrnehmungsmedien Interventionsmöglichkeit Identität des Erlebens eines strukturierten Ablaufes mit Beschleunigungen und Verlangsamungen, Pausen, Wartezeiten und Zeitpunkten, an […]

2/7b Medium mündlicher Kommunikation (Sprache)

* Durch Sprechen ist Sprache als Kommunikationsmedium an Systeme der Interaktion unter füreinander Anwesende gebunden. * Bei mündlicher Kommunikation ist Sozialität durch Identität dessen gesichert, was Redende und Hörende hören. * Zwangsläufiges Mitlaufen von Metakommunikation: Man kann nicht reden, ohne mitzuteilen, dass man redet und gehört und verstanden werden möchte. Vgl. Luhmann, Gesellschaft der Gesellschaft, […]

2/7a Wahrnehmungsmedien

* Bloße Wahrnehmungsmedien sind an die Gleichzeitigkeit des Wahrnehmens und des Wahrgenommenem gebunden, im Gegensatz zu beispielsweise schriftlichem Kommunikationsmedium. * Die operativ bedingte Gleichzeitigkeit kann auch dann nicht durchbrochen werden, wenn sich der Sinn (wie beim Hören) erst aus einer Sequenzierung ergibt. * Zukunftsbezug des Wahrnehmens hängt davon ab, dass die Umwelt durch Konstanten garantiert, […]

2/7 Medium und Form

* Medium ist die lose gekoppelte Seite der Form von Medium/Form. * Kommunikationsmedium bezeichnet die operative Verwendung der Unterscheidung von medialem Substrat und Form * Operativ anschlussfähig sind lediglich Formen, nicht mediales Substrat.Bsp.: Luft nicht hörbar Kommunikationssysteme prozessieren Kommunikation auf Grund zeitlicher und sachlicher asymmetrischer Form (Der Differenz) von Medium/Form Vgl. Luhmann, Gesellschaft der Gesellschaft, […]